| Synology DS411 - Hochleistungs-4-Bay NAS-Server |
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| Vorstellungen - Vorstellungen 2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Übersichtliche ProduktstrukturSynology ist einer der wenigen Hersteller, welche sich ganz dem Thema Netzwerk-Storage verschrieben haben und dementsprechend mit einem breit aufgestellten Produktportfolio Lösungen für Heimanwender, aber auch für größere Büroumgebungen bis hin zu aufwendigen Speichersystemen in Rack-Bauweise für Großkunden anbieten. Betrachtet man die Klassifizierung der Produkte auf der Webseite des Herstellers, kann man hier bereits erkennen, welchen Markt Synology mit dem jeweiligen Gerät erreichen will. Dieser Wunsch spiegelt sich dann sowohl in der Ausstattung wie auch im Preis wider.
Die von uns zuletzt vorgestellte DiskStation DS211j ist eindeutig dem Heimsegment zuzuordnen und bietet daher auch keine Features wie z.B. WakeUp on Lan (WOL) oder Montage ohne Werkzeug. Äußerlich sind die Geräte für den Firmenkundenmarkt auch besser verarbeitet (Metall- statt Kunststoffgehäuse) und haben mehr Rechenleistung bzw. Arbeitsspeicher unter der Haube. Letzteres ist vor allem deshalb sinnvoll und notwendig, da NAS-Systeme in Firmenumgebungen in aller Regel wesentlich mehr Dateizugriffe gleichzeitig zu bedienen haben, als dies im überschaubaren Heimnetz der Fall ist. Kommt dann noch die Hardwareverschlüsselung zum Einsatz, welche Synology bereits in dem DS211j-NAS bietet, wird es wegen der geringeren CPU-Leistung und weniger Arbeitsspeicher auf den kleineren NAS-Systemen recht schnell eng und kommt zu Performanceeinbrüchen. Direkter Vergleich DS411 vs. DS211jVergleicht man die neue DiskStation DS411 mit der Einsteigerlösung DS211j, ergeben sich in Sachen Hardware und Funktionsumfang folgende Unterschiede:
Bei dieser Aufstellung wird sicher deutlich, warum sich die beiden Systeme auch preislich unterscheiden. Während das DS211j-NAS bei Amazon für etwa 175 Euro gelistet wird, kostet die DiskStation DS411 knapp 390 Euro. Wir sind der Meinung, dass der Mehrpreis hier absolut gerechtfertigt ist. FunktionsmonsterTrotz der Fülle an Features und Funktionen möchten wir die wichtigsten als mögliche Kaufkriterien hier kurz aufzählen. Der komplette Funktionsumfang der DiskStation DS411 findet sich auf der Produktvorstellung des Herstellers Synology.
Wie bereits die DiskStation DS211j setzt auch die DiskStation DS411 auf den DiskStation Manager (DSM) mit dessen komfortabler Oberfläche (dazu später mehr). Über den DSM bietet das Gerät u.a. folgende Anwendungen:
Betrachtung der HardwareÄußerlich kommt die DiskStation DS411 sehr sachlich daher. Das schwarze Gehäuse mit einem Metallkörper macht einen stabilen Eindruck.
Über die Front-LEDs können der Betriebszustand und die Aktivität des Geräts abgelesen werden. Auf der Rückseite finden sich Anschlüsse für (Gigabit)-LAN, 2x USB2 sowie eSATA.
Auf dem Foto kann man bereits die 4 Schrauben erkennen, welche sich ohne Werkzeug abdrehen lassen. Die Klappe, welche die beiden Lüfter aufnimmt, kann dann nach unten geöffnet werden.
Der Metalldeckel lässt sich anschließend nach oben abnehmen, um an die Laufwerksschächte zu kommen.
Die vier Festplattenfächer können, müssen aber nicht fixiert werden und nehmen sowohl 3.5 Zoll- als auch 2.5 Zoll-Festplatten auf.
Nach Montage der Festplatten, wobei 3.5 Zoll-Laufwerke nicht verschraubt werden müssen (aber aus Sicherheitsgründen für Transport etc. sollten), können diese einfach in das NAS eingeschoben werden und rasten dann ein.
Mit dieser Technik ist kein Festplattenwechsel im laufenden Betrieb möglich, was für ein Gerät in dieser Preisklasse aber auch verwunderlich wäre. Insgesamt wirkt die Konstruktion durchdacht, wenngleich die Laufwerksfächer aus Plastik und damit nicht für den täglichen Wechsel ausgelegt sind. EinrichtungDie Einrichtung ist mit der anderer NAS-Systeme von Synology identisch. CD rein, Synology Assistant gestartet und die Installation kann beginnen.
Vor der Einrichtung sollte man nochmals einen Blick auf die Webseite von Synology werfen, ob eventuell eine neuere Version des DSM verfügbar ist.
Unser Testgerät wurde mit der Version 3.1 ausgeliefert, kurz danach war die neue Version 3.2 fertig, so dass wir diese heruntergeladen und direkt für die Einrichtung verwendet haben.
Weckruf über LANBei der DiskStation DS211j hatten wir die WOL-Funktion schmerzlich vermisst. Die DiskStation DS411 dagegen bietet dieses Feature, welches sich über den DSM einrichten lässt.
Mit dieser Technik kann das NAS über den Synology Assistant oder anderen WOL-Tools wie z.B. MagicWOL aus dem Dornröschenschlaf geholt werden und ist nach etwa 120 Sekunden (abhängig von aktivierten Diensten und Paketen sowie verbauten Festplatten) wieder betriebsbereit.
Wer das Gerät schneller wieder betriebsbereit braucht, kann in der Energieverwaltung auch nur den Ruhezustand für Festplatten aktivieren, welche sich dann nach einer bestimmten Dauer von Inaktivität selbstständig abschalten und zügiger wieder einsatzbereit sind als beim Wecken einer komplett ausgeschalteten DiskStation. Nach Angaben des Herstellers verbraucht das DS411 nur knapp 30 Watt im Betrieb (ohne Angaben, wie viele Festplatten verbaut sind). Aber selbst wenn man nochmals 20 Watt für zwei weitere Festplatten rechnet, spart man dennoch erhebliche Energie gegenüber einem vollwertigen PC-Server, der sich mit solch geringen Verbrauchswerten nicht zufrieden gibt. Der Geräuschpegel wird vom Hersteller mit 22,5 dB(A) angegeben, ist in einer Büroumgebung also nicht wahrnehmbar. Mehr als nur ein NAS - DiskStation Manager Version 3.2Der DiskStation Manager (in der Folge als DSM bezeichnet) ist das Betriebssystem und Herzstück der Synology-Geräte und geht weit über die immer noch vorkommenden HTML-Baustellen anderer NAS-Weboberflächen hinaus. Synology nennt seine Benutzeroberfläche daher zu Recht "Server OS". Synology bietet auf seinen Webseiten eine Live-Demo des DSM an, mit welcher man die Funktionalität sowie das Look and Feel selbst erleben kann. Die Benutzeroberfläche, welche über den Webbrowser aufgerufen wird, präsentiert sich als echter Desktop mit allem, was dazugehört: Multifenster-Technik, Kontextmenüs, Multitasking und vieles mehr. Mit HTML5 und CSS3 wird die Drag-and-Drop-Funktionalität über den Browser hinaus bis auf den Desktop Ihres PCs erweitert.
Kopiert man beispielsweise Dateien per Drag and Drop vom lokalen PC auf die DiskStation, wird der Fortschritt der Aktion im Upload- und Aufgaben-Monitor angezeigt. Im Test hatte Firefox 7 Probleme, die lokalen Laufwerke in dem Dateimanager des DSM 3.2 einzubinden und zeigte hierfür einen Fehler. Nach bisherigen Feststellungen liegt der Fehler an Firefox. Mit älteren Versionen oder dem Internet-Explorer, bindet DSM 3.2 auch lokale Laufwerke direkt in den Desktop auf dem NAS ein.
Dank der durchdachten Benutzeroberfläche lässt sich das leistungsfähige Server-OS sehr schnell erlernen, ohne sich in Untermenüs zu verirren. Die jederzeit verfügbare Onlinehilfe ersetzt dabei in aller Regel das Studium des (PDF-)Handbuchs. Die Systemsteuerung fasst alle Bereiche übersichtlich zusammen und erlaubt dem Anwender, alle Software- und Hardwareeinstellungen an einer Stelle zentral zu ändern.
Die Taskleiste am oberen Bildschirmrand erlaubt den Wechsel zwischen den aktiven Applikationen und Fenstern auf dem DSM. Ein Art "Startbutton" öffnet ein Fenster mit Verknüpfungen zu den Applikationen, welche derzeit installiert sind.
ErweiterbarkeitÜber das Paket-Zentrum lassen sich weitere Pakete wie z.B. der mit Version 3.2 neu eingeführte Syslog Server (Sammeln und Anzeigen von Protokollnachrichten aus Netzwerkgeräten), HiDrive Backup (Cloud-Speicher von Strato), Time Backup (Versionsverwaltung für Backups), VPN Server, Webalizer oder phpMyAdmin auf der DiskStation installieren und einrichten. Über die Webseite von Synology finden sich noch viele weitere Pakete für DSM, welche von Dritten angeboten werden (z.B. Joomla!, Typo3, phpBB, verschiedene CRM-Lösungen, Datenbankverwaltungen oder Wikis und Groupware).
SpeicherverwaltungDie Synology-Geräte sind sehr flexibel, was die Speicherzuordnung betrifft. Der Speichermanager ist hier das Herzstück. Dieser verwaltet seine Speicherbereiche über Volumes, wobei man mehrere Volumes auf einem Datenträger oder Festplatten auch in Datenträgergruppen organisieren kann, um darauf Volumes zu erstellen. Damit ist man nicht mehr an die maximale Größe einer Festplatte gebunden. Die flexible Handhabung der Volumes, welche z.B. nachträglich erweitert oder auf einen anderen Typ geändert werden können, erspart lästiges und zeitintensives Umkopieren von Daten, wenn der Speicherplatz mal eng wird.
Mit Version 3.2 von DSM wurde unter anderem auch die Volume-Erstellung optimiert - sie ist jetzt bis zu 95 % schneller. Für die Erstellung eines 10-TerraByte-Volumes mit Synology Hybrid RAID (SHR, Erklärung siehe Wiki von Synology) braucht DSM z.B. nun nur noch 30 Minuten. Erreicht wird diese Beschleunigung dadurch, dass bei SHR das Dateisystem beim Volumeaufbau vorrangig erstellt wird. Sobald das Dateisystem aufgebaut ist, läuft der restliche Vorgang im Hintergrund ab, damit der Nutzer sofort Dateien speichern, bearbeiten und verschieben kann. ÜberwachungsfunktionenDie Surveillance-Funktion samt Unterstützung für bis zu 12 IP-Kameras macht im gewerblichen Umfeld wesentlich mehr Sinn und bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.
Die Live-Bilder, welche nun auch wahlweise im H.264- oder MPEG4-Format aufgenommen werden, können im Webbrowser (NVR-Lösung für das Mac-Betriebssystem), auf einem Mobilgerät oder einer eigenständigen VisualStation ausgegeben werden. Für die Wiedergabe auf einem iPad bietet Synology z.B. kostenlos DSCam an.
MultimediaDer DSM bietet einen Medienserver auf UPnP/DLNA-Basis und eigene Programme für die Wiedergabe von Audio (Audio Station) und Foto (Photo Station), iTunes-Unterstützung sowie ein Tool zum Download aus verschiedenen Quellen über die DiskStation (Download Station) an. Für die Vorstellung der weiteren Multimedia-Funktionen verweisen wir auf unsere Vorstellung der DiskStation DS211j. Mobiler ZugriffWir hatten bei der DiskStation DS211j bereits die mobilen Applikationen angesprochen. Neben DSCam bietet Synology noch weitere Applikationen für Android- und Apple-Geräte. DSAudio bietet beispielsweise Zugriff auf die Musiksammlung der DiskStation. Der Anwender kann hier bequem nach Interpret, Alben oder Titel suchen, bekommt die Cover angezeigt und vieles mehr.
DSFile bietet Dateizugriff auf Inhalte der DiskStation und kann eine Vielzahl der Dateitypen direkt anzeigen.
DSFoto zeigt auf dem mobilen Gerät Fotos und Bilder an, welche auf der DiskStation gespeichert sind. Die Darstellung kann dabei angepasst und die Fotos und Videos können auch gemailt, auf dem Gerät gespeichert oder gedruckt werden.
Weitere Neuerungen von DSM 3.2Seit Version 3.2 kennt DSM auch DSM mobile. Damit kann auch von mobilen Geräten (Android, iOS) auf die Benutzeroberfläche DSM der DiskStation zugegriffen werden, ohne eine spezielle App zu installieren. Der Anwender verbindet sich mit dem Webbrowser des Geräts mit der DiskStation-Oberfläche, welche das Gerät über den User Agent des Browsers erkennt und dann die spezielle "DSM mobile"-Oberfläche anzeigt.
Wie auf den Geräten mit Touchscreen üblich, kann der Anwender dank DSM mobile eine Vielzahl der Funktionen der DiskStation mit einem Fingerstreich ein- oder ausschalten, neue Benutzer oder Passwörter anlegen, Berechtigungen für Freigaben festlegen und vieles mehr. Mit DSM mobile können auch systemrelevante Daten wie die Temperatur, IP-Adresse, Speicherplatz, CPU-, Festplatten- und Speicherauslastung übersichtlich angezeigt werden.
Virtuelle LaufwerkeMit DSM 3.2 lassen sich nun virtuelle Laufwerke auf dem Server anlegen, welche ISO-Abbilder von Datenträgern aufnehmen.
Diese virtuellen Laufwerke werden als Ordner in den Freigaben abgebildet und stehen damit so zu Verfügung, als würde man einen CD/DVD-Server im Netzwerk einsetzen.
Verbesserte BenutzerverwaltungMit DSM 3.2 lassen sich Benutzer importieren, welche zuvor in strukturierter Form (z.B. Excel-Liste) vorliegen. Für jeden Nutzer legt die DiskStation nun automatisch einen eigenen Home-Ordner an und versieht diesen mit entsprechenden Zugriffsrechten. Die Funktion hat Microsoft im Windows Home Server 2011 beispielsweise unverständlicherweise wegfallen lassen. DSM 3.2 unterstützt nun auch die nahtlose Integration in Windows ADS und den LDAP-Verzeichnisserver. Administratoren können mit dem Verzeichnisserver-Paket von Synology zudem einen LDAP-basierten Verzeichnisserver aufbauen. Zusammen mit der Unterstützung für Windows ACL über den Windows Explorer wird die Einbindung in Windows-Netzwerke noch einfacher. Remote-ZugriffIn der Vorstellung zum DS211j hatten wir noch bemängelt, dass gerade die verbreiteten AVM-Router über UPNP nicht selbstständig erkannt und für die Portweiterleitung zum Remote-Zugriff eingerichtet wurden. Hier hat Synology mit DSM 3.2 nachgebessert und unterstützt aktuell über 100 verschiedene Routertypen, welche selbstständig eingerichtet werden.
Apple-SupportDie DiskStation DS411 bindet sich mit Hilfe von DSM 3.2 auch ideal in vorhanden Mac-Umgebungen ein und unterstützt auch das neue Betriebssystem Mac OS X Lion als Backupziel für Time Machine. Anwendern von mobilen Apple-Geräten bietet der DSM schon seit längerer Zeit eine AirPrint-Schnittstelle für Drucker, welche an die DiskStation angeschlossen sind. In Kombination mit der iTunes-Einbindung und den mobilen Applikationen für iPod, iPad und iPhone ist die DiskStation unter DSM 3.2 daher der ideale Partner für Apple-Systeme. PhotoStation 5 goes FacebookDie PhotoStation, welche Bilder in Alben präsentiert, wurde mit DSM 3.2 nochmals verbessert. Der Anwender kann das Erscheinungsbild nun über Themenkataloge für Album und Blog beeinflussen oder mit HTML-Kenntnis den Style von Hand anpassen. Bilder lassen sich über Google Maps "geotaggen" oder neuerdings auch in ein Facebook-Album hochladen.
Performance bei VerschlüsselungNeben der Funktionalität spielt bei der geplanten Anschaffung eines NAS-Systems natürlich auch die Performance eine nicht unerhebliche Rolle. Es gilt hier das Motto: je schneller, desto besser. Performance hat aber bekanntlich ihren Preis, wie auch die Preis-/Leistungsunterschiede in anderen Sektoren zeigen. Das von uns zuletzt vorgestellte DS211j erzielte für ein Einsteigersystem in Relation zum Verkaufspreis bereits beachtliche Werte von 70 MB/s lesend und bis zu 43 MB/s schreibend.
Die DiskStation DS411 kostet im Vergleich zur Einsteigerlösung DS211j mehr als das Doppelte, sollte in Sachen Performance also deutlich vor dem Heimgerät liegen, was unser Benchmark auch bestätigt.
Die Messungen wurden jeweils ohne aktivierten RAID mit WD Caviar Green-Festplatten gemacht. Die Werte sind daher nur Anhaltspunkte und können je nach Konfiguration in beide Richtungen abweichen. Dennoch sind sie sehr eindeutig: Das DS411 kommt im Idealfall auf Lesewerte von bis zu 83 MB/sek. und erzielt Schreibwerte von bis zu 75 MB/sek. Damit kann es sich deutlich absetzen. Die von Hersteller beworbenen 105,3 MB/sek. lesend wurden in einer RAID-5-Umgebung erzielt, welche wir für die Vorstellung nicht eingerichtet haben. Die Werte dürften bei gleichzeitigem Zugriff durch mehrere Benutzer zwar sinken, da das DS411 aber mehr Hardwareleistung bietet, ist der Einbruch gegenüber dem DS211j sicherlich geringer. Wir haben für die DiskStation DS411 diesmal auch die Performance bei aktiver Verschlüsselung gemessen. Gegenüber vielen anderen NAS-Systemen bietet die DiskStation DS411 keine Volumeverschlüsselung, sondern erlaubt diese auf Ordnerebene. Dies hat den Vorteil, dass man auf einem Volume sowohl verschlüsselte als auch unverschlüsselte Bereiche anlegen kann. Die DiskStation setzt dazu auf eine 256-Bit AES-Verschlüsselung.
Bei jedem Neustart der DiskStation muss der Schlüssel für die Freigabe über den DSM wieder eingegeben werden. Alternativ kann der Schlüssel auch so hinterlegt werden, dass er bei jedem Start der DiskStation automatisch eingelesen wird. Damit wird die Verschlüsselung aber hinfällig, da so quasi jeder, welcher sich der DiskStation bemächtigt, trotz Verschlüsselung doch an die Daten kommt.
Der Kennwortschlüssel für jeden Ordner wird übrigens beim ersten Anlegen von der DiskStation auf Wunsch als Key-File zum Download und Speichern angeboten. Er sollte getrennt und am besten auch verschlüsselt aufbewahrt werden. Das Speichern und Lesen von verschlüsselten Dateien hat erhebliche Auswirkungen auf die Performance, wie die folgende Messung zeigt. Dabei werden die Daten vom Benchmark in einem Verzeichnis abgelegt und von dort gelesen, welches über den DSM verschlüsselt wurde.
Wie der Benchmark zeigt, bricht die Performance bei Nutzung der Verschlüsselung erheblich ein. Dennoch schlägt sich die DiskStation DS411 mit der kleinen Atom-CPU gegenüber vielen Mitbewerben hervorragend und kann mit immer noch akzeptablen Leseraten glänzen. Zu den Werten, welche unverschlüsselt gemessen wurden, sind es aber dennoch riesige Unterschiede. Sofern es die Ordnerstruktur erlaubt, sollte man daher nur solche Daten verschlüsseln, welche keinesfalls in unbefugte Hände gelangen dürfen und bei einem Einbruch sonst leichte Beute sind, z.B. Kennwörter und Zugangsdaten, sensible Texte, Patienten- und Kundendaten, wohl aber weniger Vorlagen, Installationsmedien oder die private Video- oder Musiksammlung. FazitMehr als nur ein NAS! Dieser Werbespruch von Synology trifft genau den Punkt. Mit der DiskStation DS411 hat Synology abermals bewiesen, dass seine Produkte zu Recht ganz oben auf dem Siegertreppchen landen. Gute Verarbeitung, sehr gute Performance und ein Server-Betriebssystem, welches die Konkurrenz das Fürchten lehrt, sind die Zutaten für ein erfolgreiches Produkt. Betrachtet man die Funktionalität des nochmals verbesserten DiskStation Manger 3.2 im Vergleich beispielsweise mit dem neuen Windows Home Server 2011, welcher zumindest im ambitionierten Heimbereich mit der DiskStation in direkter Konkurrenz stehen könnte, so gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund für einen "echten" Server. DSM 3.2 kann vieles besser und benötigt darüber hinaus viel weniger Verwaltungsaufwand. Im gewerblichen Umfeld dürfte häufiger ein "echter" Windows Server zum Einsatz kommen, welcher sich um die zentrale Benutzerverwaltung und Post-Office-Funktionalität kümmert. Dennoch ist auch hier die DS411 der ideale Partner, da sich die DiskStation gerade im Bereich Speicherverwaltung wesentlich flexibler zeigt und mit den Speicheranforderungen des Betriebs "mitwachsen" kann. Dabei kann die DiskStation auch gerne noch weitere Aufgaben übernehmen, die man aus Sicherheitsgründen vielleicht doch nicht dem Windows Server zumuten möchte (Überwachung, FTP-Server). Die DiskStation DS411 bindet sich mit Hilfe von DSM 3.2 auch ideal in vorhanden Mac-Umgebungen ein und unterstützt auch das neue Betriebssystem Mac OS X Lion als Backupziel für Time Machine. Anwendern von mobilen Apple-Geräten bietet der DSM schon seit längerer Zeit eine AirPrint-Schnittstelle für Drucker, welche an die DiskStation angeschlossen sind. In Kombination mit der iTunes-Einbindung und den mobilen Applikationen für iPod, iPad und iPhone ist die DiskStation unter DSM 3.2 daher der ideale Partner für Apple-Systeme.
PCDMicha, 17.10.2011
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